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Spinales Dekompressionssystem

Spinales Dekompressionssystem

Was ist eine Wirbelsäulendekompression?

Das Spinaldekompressionsgerät ist ein Behandlungsinstrument, das bei Wirbelsäulenproblemen wie Bandscheibenvorfällen im Lenden- und Halsbereich eingesetzt wird und ohne Operation die Wirbelsäule entlasten und heilen soll. Dieses Gerät öffnet die eingeklemmten Bandscheiben in der Wirbelsäule, erzeugt einen Unterdruck (Vakuumeffekt) und hilft so, die Bandscheibenvorfälle zurückzudrängen. Einfach ausgedrückt lindert es Schmerzen und unterstützt die Heilung, indem es den Druck zwischen den Wirbeln verringert.

Diese Behandlungsmethode wurde in Anlehnung an Weltraumprogramme entwickelt. Bei Weltraumforschungen der NASA wurde beobachtet, dass in der Schwerelosigkeit der Druck auf die Wirbelsäule der Astronauten abnahm und sich die Bandscheibenabstände vergrößerten, was zu einer Linderung der Rückenschmerzen führte. Das aus dieser Erfahrung entwickelte Gerät zur Wirbelsäulendekompressionstherapie wird erfolgreich zur Behandlung von Bandscheibenvorfällen eingesetzt. Heute wird diese Behandlungsmethode in vielen Ländern, insbesondere in den USA, sicher angewendet.

Wie wirkt die Wirbelsäulendekompressionstherapie?

Das Spinaldekompressionsgerät wirkt, indem es die verengten Bandscheibenräume im Lenden- und Halsbereich erweitert. Wenn der Abstand zwischen den Wirbeln vergrößert wird, entsteht ein Unterdruck (Vakuumeffekt), der dafür sorgt, dass die hervorstehende Bandscheibe zurückgleitet. Außerdem wird durch den Unterdruck die Versorgung der Bandscheibe beschleunigt und der Heilungsprozess beginnt. Sauerstoff und Nährstoffe heilen das geschädigte Gewebe. Der Druckabbau zwischen den Wirbeln hilft dabei, die vorgefallene Bandscheibe zurückzuziehen, und sorgt durch die Entlastung der Nerven für Linderung.

Was sind die Vorteile der Wirbelsäulendekompressionsbehandlung?

Das Spinal-Dekompressionsgerät senkt den Druck innerhalb der Bandscheibe durch individuell einstellbare Zugwinkel und logarithmische Zugtechnologie auf negative Werte. Auf diese Weise sorgt es für eine wirksame Behandlung. Während klassische Traktionsgeräte jede Region der Wirbelsäule mit derselben Belastung behandeln, übt das Spinaldekompressionsgerät nur einen kontrollierten Zug auf den problematischen Wirbelbereich aus. Auf diese Weise werden die Schutzmechanismen des Körpers nicht aktiviert und die Behandlung wird wesentlich effektiver. Außerdem kann eine Überlastung bei klassischen Geräten zu einer Verkrampfung der Wirbelsäulenmuskulatur führen und die Wirkung der Behandlung beeinträchtigen.

Für wen ist die Wirbelsäulendekompressionstherapie geeignet?

Die Wirbelsäulendekompressionstherapie ist eine wirksame Behandlungsmethode für folgende Erkrankungen und Beschwerden, insbesondere für Bandscheibenvorfälle im Lenden- und Halswirbelbereich:

  • Bandscheibenvorfälle im Rücken und Nacken
  • Chronische Rücken- und Nackenschmerzen
  • Ischiasschmerzen
  • Spinalkanalstenose
  • Facettengelenkschmerzen (Wirbelsäulengelenke)
  • Wirbelsäulenverknöcherungen (Degeneration)
  • Bandscheibenvorfälle
  • Neuropathische Schmerzen (Schmerzen, die durch Druck auf die Nervenwurzeln verursacht werden)
  • Lumbale und zervikale Radikulopathie (Einklemmung der Nervenwurzeln im Lenden- und Halsbereich)
  • Chronische Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Übergewichtige Patienten (Fälle, in denen aufgrund des Gewichts die Belastung der Wirbelsäule erhöht ist)
  • Wirbelsäulenverkrümmung (Kyphose) (Schmerzen und Beschwerden aufgrund einer Verkrümmung der Wirbelsäule)

Für wen ist die Wirbelsäulendekompressionstherapie nicht geeignet?

  • Wirbelsäulenfrakturen
  • Schwere Knochenschwund
  • Sekestre (mit Stückchen im Rückenmarkkanal) Bandscheibenvorfälle
  • Wirbelsäulentumoren
  • Entzündliche Erkrankungen der Wirbelsäule
  • Schwangere

Wie wird die Wirbelsäulendekompressionstherapie durchgeführt?

Die Behandlung wird gemäß dem vom untersuchenden Arzt festgelegten Programm durchgeführt. Je nach Problembereich werden dem Patienten spezielle Korsetts und geeignete Gurte angelegt. Der Patient wird auf die Plattform am Fuß des Geräts gelegt, sein Gewicht wird gemessen und in das Behandlungsprogramm eingegeben. Je nach betroffenem Bandscheibenbereich werden die Behandlungsdauer und der erforderliche Winkel festgelegt, anschließend wird eine computergesteuerte Zugkraft angewendet. Die Behandlung dauert in der Regel 30 Minuten, und nach der Sitzung werden Kühlpackungen und gegebenenfalls eine Strombehandlung durchgeführt.

Die vom Arzt festgelegte Behandlung kann durch physikalische Therapien wie manuelle Therapie, Ultraschall, medizinische Massage und Übungen sowie unterstützende Methoden ergänzt werden. 

Wie hoch ist die Erfolgsquote der Wirbelsäulendekompressionstherapie?

Die Wirbelsäulendekompressionstherapie hat bei Patienten mit Bandscheibenvorfällen im Rücken und Nacken, die bereits operiert werden müssen, eine hohe Erfolgsquote.

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